Das Quartier DomagkPark

Das 24,3 Hektar große Areal der ehemaligen Funkkaserne liegt im Nordosten des Münchner Stadtgebiets. Hier sollen bis zum Jahr 2017 rund 1600 Wohnungen für alle Einkommensgruppen sowie kleinteiliger Einzelhandel, Büros und zahlreiche Räume für soziale, kulturelle und nachbarschaftliche Nutzungen entstehen. Eine Grundschule, vier Kitas, ein Haus für Kinder, Jugend und Familie, Wohnungen für Studierende, für ältere Menschen und für Menschen mit Behinderung runden das Angebot ab.

Flyer „Ehemalige Funkkaserne“ vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München

Woher kommt der Name Domagk?

Namensgeber für das Quartier DomagkPark ist Gerhard Domagk (1895 – 1964). Für seine Entdeckung der antibakteriellen Wirkung des Sulfonamid-Farbstoffs Prontosil erhielt der Pathologe 1939 den Nobelpreis für Medizin. Als „Reichsdeutscher“ war es ihm von den Nationalsozialisten verboten worden, diesen Preis anzunehmen. Erst 1947 konnte er die Auszeichnung entgegennehmen.

Kurze Geschichte des Areals

Erbaut von 1936 bis 1938 wurde die Kaserne nach dem Zweiten Weltkrieg von der US-Armee übernommen und als Flüchtlingslager genutzt. Von 1955 bis 1992 war die Funkkaserne Bundeswehr-Standort. Danach wurden die Gebäude als Ateliers, Werkstätten, Clubs und Veranstaltungshallen genutzt. Bis 2009 war das Areal mit den Domagkateliers Europas größte Künstlerkolonie. Ein Teil der Ateliers und die Halle 50 am östlichen Rand des Gebiets wurde von der Landeshauptstadt München aufwändig saniert. Diese werden selbstverwaltet von der DomagkAteliers gGmbH.

Homepage der DomagkAteliers